Lockiger Hund läuft über die Wiese
Assistenzhunde · Voraussetzungen & Kosten

Was ihr mitbringen müsst — und was es kostet

Ehrliche Antworten auf die zwei häufigsten Fragen, bevor es losgeht.

Voraussetzungen für deinen Hund

  • Gesund, gut sozialisiert, freundlich und kooperationsbereit — ohne unangemessene Aggression und ohne unkontrollierbare Jagdneigung (§ 9 AHundV)
  • Ein tierärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung (§ 5 AHundV); sie muss bei der Eignungsfeststellung innerhalb der letzten drei Monate festgestellt worden sein (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 AHundV). Dafür muss dein Hund mindestens zwölf Monate alt sein.
  • Ausbildungsbeginn frühestens mit 15 Monaten (Ausnahme: Warn- und Anzeige-Assistenzhunde bei Stoffwechselerkrankungen)
  • Mikrochip (§ 6 AHundV) und aktueller Impfschutz
  • Ausgeschlossen sind Hunde, die schon als Schutz-, Wach- oder Herdenschutzhund trainiert wurden, und Hündinnen, die zur Zucht eingesetzt werden
  • Ob sich ein Hund eignet, hängt auch von Körperbau, Rasse und Erscheinungsbild ab — wir beraten dich ehrlich, am besten schon vor der Anschaffung.

Voraussetzungen für dich

Du brauchst einen Nachweis, dass eine Behinderung vorliegt und ein Assistenzhund deine Teilhabe ermöglichen, erleichtern oder Nachteile ausgleichen kann (§ 10 AHundV) — zum Beispiel Schwerbehindertenausweis, GdB-Bescheid, Bescheinigung eines Sozialleistungsträgers oder fachärztliche Bescheinigung. Wichtig: Der Nachweis muss beide Punkte belegen.

Tipp: Unser Infoblatt zum Nachweis nach § 10 erklärt, worauf es ankommt.

Schon während der Ausbildung brauchst du eine Hundehaftpflichtversicherung. Wähle am besten gleich die Bedingungen, die § 27 AHundV für Assistenzhunde verlangt: höchstens 500 € Selbstbeteiligung, Mindestsumme 1 Million €.

Und du brauchst Zeit: Eine Selbstausbildung lebt davon, dass du zwischen den Terminen mit deinem Hund übst.

Dauer

Plant mit etwa zwei Jahren — je nach Vorerfahrung deines Hundes, Assistenzhundeart und deiner Mitarbeit.

Kosten

Einen Festpreis gibt es nicht. Die Kosten hängen davon ab, wo ihr startet, welche Hilfeleistungen dein Hund lernen soll und wie viel ihr selbst trainiert.

Zur Einordnung: Die Assistenzhundestudie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Forschungsbericht 671, November 2025) nennt für die Spezialausbildung in Selbstausbildung durchschnittlich rund 7.100 bis 7.600 € bei PSB-, Warn- und Anzeige- sowie Mobilitätsassistenzhunden und rund 6.200 € bei Signalassistenzhunden — mit großen Unterschieden im Einzelfall. Anschaffung und Ausbildung zusammen lagen je nach Art im Durchschnitt bei rund 13.000 bis 20.500 €, ohne laufende Haltungskosten.

So rechnen wir ab: Monatlich nach tatsächlich geleisteten Einheiten, ohne Vorauszahlung. Vor dem Start bekommst du eine schriftliche Planung mit voraussichtlicher Stundenzahl und Kostenspanne — eine Spanne, kein Festpreis.

Was die Ausbildung kostet: Das hängt davon ab, welches Ausbildungsziel ihr habt und was dein Hund schon kann — eine Pauschale gäbe ein falsches Bild. Nach der ausführlichen Einschätzung besprechen wir die Kosten mit dir und du bekommst vor dem Start eine schriftliche Planung mit voraussichtlicher Stundenzahl und Kostenspanne. Abgerechnet wird monatlich nach tatsächlich geleisteten Einheiten, ohne Vorauszahlung.

Was vorher kostenlos ist — und was nicht: Der Fragebogen, allgemeine Auskünfte und kurze Rückfragen kosten nichts. Passen die Voraussetzungen, folgt eine ausführliche Einschätzung — 60 Minuten bei uns in Selbitz, gern mit Hund, oder als geplantes Telefonat; sie kostet 80 €. Erst wenn der erste Eindruck passt, kommt das offizielle Vorgespräch — was das kostet, sagen wir dir vorher.

Beenden oder wechseln: Du kannst die Ausbildung jederzeit beenden oder zu einer anderen Ausbildungsstätte wechseln. Was ihr bei uns absolviert habt, steht im Ausbildungsnachweis; eine Kopie bekommst du jederzeit auf Wunsch (§ 12 Abs. 3 AHundV). Ob eine andere Ausbildungsstätte Stunden anrechnet, entscheidet sie selbst.

Laufende Kosten: Haftpflichtversicherung, die jährliche tierärztliche Untersuchung (§ 25 AHundV), die Prüfung — deren Gebühr vereinbarst du direkt mit dem Prüfer — sowie Futter, Ausrüstung und Tierarzt wie bei jedem Hund.

Unterstützung: Der Mein Assistenzhund e. V. unterstützt Teams auch finanziell. Die Einzelheiten klärst du direkt mit dem Verein.

Unsicher, ob es für euch passt?

Füll unseren Fragebogen aus oder schreib uns kurz — wir melden uns und sagen dir, wie es weitergehen kann.